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Ostersamstag 2010.
Sonntag, April 4th, 2010Der Tag hat schon ungewöhnlich begonnen. Da hab ich vorbereitend für unser Ostersonntagsessen Freitagnacht begonnen, Lammjus zu kochen (also sozusagen die Sose zum Braten), was allerdings bis Samstag früh gegen 4:30 Uhr gedauert hat. Also bin ich erst so gegen 5:00 Uhr ins Bett gekommen. Ganze 5 Stunden “ausgeschlafen” und gegen 10:00 Uhr aufgestanden und mich wie Falschgeld gefühlt. Mein bester Freund René weilt im Moment in Plauen und hat sich für Vormittag zu einem Plausch angekündigt, dem habe ich froh entgegen gewartet. Hat sich auch gelohnt, als er denn da war, haben wir uns bis weit nach Mittag richtig gut unterhalten, so wie wir es früher fast täglich getan haben, als er noch in Plauen wohnte. Es war richtig erfrischend und unterhaltsam.
Anschließend durfte ich auf Weisung meiner Gattin zum Zwangsshoppen, es fehlten noch spezielle Ostergaben für die lieben Kleinen. Gar nich mal so leicht, wenn der Nachwuchs eigentlich schon alles hat, was es so gibt – also in meinen Augen zumindest. Also alle Plauener Shoppingtempel abgefahren und gelaufen und festgestellt, dass es zwar viel zu kaufen gibt, aber nichts passendes. Zumindest für die ganz Kleinen hatte ich dann doch was gefunden, nachdem ich Kolonnaden, Stadt Galerie, Drogerie Müller mehrmals in unterschiedlicher Reihenfolge aufgesucht hatte. Frau rief zwischendurch noch an, ich möge nicht mit ohne Geschenke heimkehren. Das machte mir das einkaufen gleich deutlich leichter. Nicht.
Vor den Kolonnaden noch auf liebe Bekannte getroffen und mein Leid mit Ihnen geteilt, anschließend ins Kaufland gefahren und ein weiteres Geschenk gefunden. Wäre ich mal gleich dorthin gefahren.
Da es schon fortgeschrittener Nachmittag war, rief meine Gattin erneut an, wo ich den bliebe und ich soll jetzt heimkommen, denn das Essen wäre nun kalt. Toll, darauf hab ich tatsächlich nur gewartet, warmes Essen wird auch vollkommen überbewertet. Ehrlich!
Zu Hause angekommen erstmal einen kleinen Mittagsschlaf gemacht, das Defizit in der Nacht hat sich doch bemerkbar gemacht. Erfolgreich ausgeruht ging es dann an die Zubereitung des Ostersonntagslammbratens. Fleisch spicken, würzen, anrösten, garkochen usw., alles verteilt auf deutlich mehr Zeit, als es hier den Eindruck macht. Während der Endphase meiner Lebensmittelverarbeitung erhielt ich dann einen interessanten aber auch folgenschweren Anruf, irgendwann gegen 21:30 Uhr rief mich meine liebe Bekannte Ina-Maria an, man hätte wohl ein kleines Problem beim Vorbereiten der Videoeinspieler bei der nicht mal 22 Stunden später stattfindenden Vogtland Late Night Show VLNS, irgendwie möchte der Film nicht aus der Kamera auf den Rechner, alle Versuche schlugen fehl. Hmm. Ich mit Messer und Bratenspieß in der Küche stehend soll nun die Situation retten?! Klar, kein Problem, das kenne ich ja vom tagtäglichen arbeiten nur zu gut, da kann ich mein Wissen an die Frau bringen. Also überlegt, wer denn greifbar wäre und die Kenntnisse/Möglichkeiten dazu hätte. Einer ist mir da sofort in den Sinn gekommen, mein lieber Bekannter aus Heilbronn Oliver Kramer, welcher über Ostern ebenfalls in der Heimat weilt, also einige Male angerufen und SMS geschickt und um dringenden Rückruf gebeten, der dann auch genau dann kam, als ich auf der Sanitärkeramik weilte. Also Problem geschildert, Zusage erhalten, Stoffwechsel beendet und kurz darauf von Olli abgeholt worden und gen Mañana aufgebrochen. Dort angekommen erstmal ein herzlicher Empfang von all jenen, die bereits im Vorfeld den Versuch unternommen hatten, den Film der Kamera zu entlocken und dem PC darzubieten. Zwischenzeitlich wurde auch organisiert, dass sowohl die Kamera als auch das Zubehör ins Mañana verbracht wurde, welche dann fast Just-in-time eintraf. Also erster Versuch: MacBook aufgeklappt, Kamera mit USB-Kabel angeschlossen, Kamera nicht erkannt, rumprobiert, WLAN-Kennwort ernötigt, im Web nach Treiber gesurft, nix gefunden, Gesicht gezogen und festgestellt, dass kein Firewirekabel da wäre, was man aber benötigt hätte.
Also Twitter und Facebook mit Anfragen gefüllt und auch Hilfsangebote aus Heilbronn usw. erhalten, was aber zu weit weg war. Zwischenzeitlich habe ich mich an meine Digital8-Cam erinnert und meinen Freund Herrn Ernstberger auf Usedom angerufen (war schon weit nach 22:00 Uhr), ob er die Cam mit hat oder nicht. Die Cam wohnt in Plauen, also musste ich Mario erreichen, welcher Zugriff auf die Cam hat. Mario war aber nicht zu Hause. Mario war mit Constantin bei Manuel in der Zweibar. Mario hat laut Herrn Ernstberger aber kein Handy mit. Also musste ich direkt in der Zweibar anrufen. Die Zweibar hat aber eine Geheimnummer, die nichtmal bei der Auskunft bekannt ist. Also den Manuel unzählige Male vergeblich auf der Handynummer angerufen. Hat nix gebracht, weil niemand ran ging.
Durch unzählige Tweets bei Twitter aufmerksam geworden ist dann noch ein lieber Bekannter Jörg “Vito” Vitovec zu uns ins Mañana gestossen, welcher in der Ostersamstagsausgabe einen tollen Artikel über die VLNS geschrieben hatte und wir haben uns sehr interessant über Reisen nach Südafrika, kochen, Zeitungsartikel und die Late Night Show unterhalten, ein echtes Highlight des Abends für mich.
Ich erinnerte mich, dass ich noch eine Quittung von der Zweibar in der Geldbörse haben müsste, was tatsächlich auch so war. Also diese nach der Festnetznummer durchsucht und in der Zweibar angerufen. Manuel war schon vor dem ersten Klingeln am Telefon und bestätigte mir die Anwesenheit von Mario. Dieser rief mich dann freundlicherweise von Manuels Handy zurück, ich schilderte unser Dilemma, kein Firewirekabel zu haben und bat ihn, bitte Herrn Ernstberger auf Usedom anzurufen, sich erklären zu lassen, wo meine Hi8-Cam zu finden ist und diese dann ins Mañana zu bringen, was er dann auch tat. Keine Stunde später hatten wir dann Dank Mario ein Firewirekabel und Olli konnte beginnen, den Film in den Mac zu importieren, was daran scheiterte, dass der Akku der Cam leer war. Also Steckdose bei Tresen geordert und bekommen, weiter importiert. Dann leerte sich der Akku des Macbooks, noch eine Steckdose bestellt und erhalten. Film schön langsam weiterimportiert.
Irgendwann war der Film im Kasten, Olli hat mit den Filmdamen alle wichtigen Details besprochen und sich zum Schnitt verabschiedet. Ich kann mich gar nicht genug bei ihm für seinen kurzfristigen Einsatz bedanken! Dafür hat er bei mir was gut!!!
Zwischenzeitlich hatte bereits der Tag gewechselt und die Gäste sind weniger geworden. Nachdem sich alle verabschiedet hatten, haben Vito, Mario und ich auch den Heimweg angetreten, gegen 2:00 Uhr konnte ich meine geliebte Küche begrüßen und nun werde ich mich ins Bett begeben.
So einen Ostersamstag hatte ich noch nie, wirlich stressig, aber voll genial gut!
Bin nun auf heute (Ostersonntag) abend auf die 16. Vogtland Late Night Show ab 19:30 Uhr in der Alten Feuerwache schon ganz sehr gespannt. Wird sicher sehr abwechslungsreich.
Vogtland Late Night Show “Illusionen” – März 2010
Montag, März 8th, 2010Die inzwischen 15. Vogtland Late Night Show (VLNS) ist vorüber. Für mich war es die allererste und ganz ehrlich, ich habe mir was anderes darunter vorgestellt, so wie das ganze durch Mundpropaganda bekannt gemacht wurde.
Aber fangen wir ganz vorne an. Die 14. VLNS im Februar wurde von meinen Freunden besucht und durch Zufall kamen wir darüber ins Gespräch, denn bis dato wusste ich – wie viele andere übrigens auch – gar nicht, dass es sowas in Plauen überhaupt gibt. Darauf Aufmerksam geworden versuchte ich die letzten Tage über verschiedene Quellen heraus zu finden, wann denn eigentlich wieder sowas stattfinden würde. Gefunden habe ich im Internet gar nichts, einzig in irgendeiner Zeitung (BLICK, Wochenspiegel, Vogtland Anzeiger oder so) war ein klitzekleiner Artikel mit Datum und Uhrzeit. Zum Glück hat mein guter Freund Andreas Ernstberger einen Auftritt in der Show und er bat mich, ein paar Videoaufnahmen zu machen, somit wußte ich endlich genau, wann und wo und wie das mit der Show ablaufen sollte. Soweit so gut.
Zur Probe eingetroffen war ich von der tollen Lokalität in der Jugendherberge in der Alten Feuerwache mitten in Plauen sehr positiv überrrascht. Der Soundcheck gestaltete sich hier deutlich problemloser als beispielsweise im Malzhausgewölbe Anfang des Jahres. Neben der Andreas Ernstberger Band, welche heute als Special Guest geladen war, war noch das eigentliche Stammtrio (diesmal als Quartett) da und gab derbe Sprüche zum Besten, offensichtlich war der Schlagzeuger (Name ist mir entfallen) wohl der künstlerische Leiter und auch für alle Zwischenrufe verantwortlich. Wer es nicht kennt – wie ich – ist halt erstmal erschrocken, zumal der Humor irgendwie nicht ganz auf meiner Wellenlänge lag. Aber egal. Man probte mit Uwe Brückner noch das Lied “Der Präsident” von Rainald Grebe ein, um es später (zum Glück) doch nicht darzubieten. Auch war man sich nicht ganz einig über den Ablauf der Show, da ja eine weitere Band zu Gast war und das ganze ein ständiges hin und her wechseln bedeutet hätte. nach weiteren Beamerproben war dann die Zeit gekommen, dass erste Gäste um Einlaß baten.
Kurz von 19:30 Uhr begann sich der Saal zu füllen und bis kurz vor 20:00 Uhr waren deutlich mehr Gäste als vermutet gekommen, weitere Stühle wurden herbei geschafft und der Schlagzeuger mutierte zum Einweiser und machte anschließend eine weitere Metamorphose hin zum Anheizer durch. Diese war offensichtlich nicht ganz abgeschlossen, denn so richtig sprach das durchaus intelligente wie anspruchsvolle Publikum nicht auf die Zoten des durchaus bemühten netten Herren an. Naja, war noch früh am Abend.
Da man mit Wortwitz nicht weiter kam, wurde das Publikum eben live beschallt, wobei die Band sich nicht ganz einig war, was eigentlich gespielt werden sollte. Auch war man insgesamt zu zeitig dran, der Moderator Uwe Brückner war noch nicht fertig. Nachdem dieses Manko behoben war ging die Show etwas zeitiger los und stand unter dem Thema “Illusionen”.
So richtig konnte ich den Ausführungen des Herrn Brückner nicht folgen, allerdings konnte er selbst richtig gut über seine eigenen Witze lachen, wenigstens einer hatte so seinen Spaß. Da wurde der Unfalltote Rennrodler bei Olympia ebenso pietätlos durch den Kakao gezogen, wie auch Hartz IV Empfänger mit dem Holocaust in Verbindung gebracht wurden, was für mich völlig geschmacklos war, aber vermutlich bin ich auch nur humorlos. Auch wurde die Geldgier mancher Politiker angesprochen, welche für Ihre Auftritte Honorare verlangten oder auch unsere Außenministerin Westerwelle wurde mit einigen Sätzen bedacht. Alles in allem wirkte das auf mich sehr gezwungen und schlecht vorbereitet, da muss der Moderator sich im Vorfeld deutlich mehr bemühen.
Erste Gäste wurden vorgestellt, es ging um Kürzung der Mittel für Jugendarbeit, durchaus wichtig und auch die Gäste waren sehr interessant, aber es hätte auch gern aktuelles besprochen werden können (Neundorfer Straße, Wendedenkmal, Landratsamt etc. pp.). Komischerweise waren die Gäste ohne Verabschiedung ruck zuck wieder verschwunden.
Als Lichtblick des Abends spielte die Andreas Ernstberger Band einige sehr toll interpretierte Musikstücke.
Es folgte eine Zaubereinlage von einem Bandmitglied der Plauener Band 333, dessen Namen ich leider nicht verstanden hatte. Dieser junge Mann konnte sowohl mit echt guten Witzen und Sprüchen als auch mit einer sehr tollen Zaubershow punkten. Wirklich ganz toll aber viel zu kurz! Ein anschließendes Interview mit Uwe Brückner war ganz nett, aber eher lustlos geführt. Es folgte noch ein Videoeinspieler, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Band 333 für den 24.03.2010 ab 18:00 Uhr in der Alten Kaffeerösterei in Plauen jede Menge Statisten sucht, weil die Ihr neues Video drehen wollen. Wer Interesse hat, soll sich einfach dort melden.
Weitere tolle Stücke der Andreas Ernstberger Band folgten.
Alles in allem war die Show dank der tollen Musikgäste richtig gut, einzig die Unterbrechungen waren – bis auf den Zauberer und die tolle Kurzlesung von Philipp Pulger – nicht sooo der Burner. Schade für die Show, denn ich glaube kaum, dass die Vorlage, die Ernstberger & Band da geliefert haben ohne weiteres zu toppen ist.
Ich wünsche den Veranstaltern, dass mehr Werbung vorab gemacht wird, dass man sich das Thema der Show wirklich besser zu Herzen nimmt und konsequenter umsetzt (Stichwort “Roter Faden”) und dass der Moderator sich besser auf Themen und Gäste vorbereitet und vor allem diese auch begrüßt und verabschiedet.
Außerdem sollte der Moderator den Ablauf der Show bestimmen und nicht das Showtrio, welches öfters mal an der falschen Stelle plötzlich mit Musik einsetzte, obwohl der Moderator noch mitten im Thema war.
Vielleicht tu ich mir eine der nächsten Shows noch mal an. Mal sehen. Trotz meiner ganzen Kritik, gilt mein Respekt den Machern, die hier für Plauen und die Region für Kultur sorgen. Auch Hochachtung an alle Künstler, die hier ohne jede Gage auftreten und so Ihren Teil beitragen, anderswo gibt es eine satte Gage für solche Auftritte. Haltet durch und macht weiter und macht es besser!
http://www.jazzkultur.info/latenight.html
http://www.andreas-ernstberger.com/
Ernstberger und Band im Malzhaus
Samstag, Januar 16th, 2010Andreas Ernstberger und Band im Malzhaus Plauen
Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Das Konzert der Konzerte für dieses Jahr im Malzhaus wurde gegeben, die können jetzt zusperren und Urlaub machen. Feinste handgemachte Rockmusik mit ordentlich Bums unter der Haube.
Gute zweieinhalb Stunden Soundcheck für den fast perfekten Klang im viel zu kleinen Kellergewölbe des alterwürdigen Plauener Malzhauses sind einem tollen dreistündigen Konzert der Extraklasse vorausgegangen. Ernstberger ist – was Sound und Wohlklang angeht – ein Perfektionist, was man auch in den schwierig zu beschallenden Räumlichkeiten des Malzhauses gemerkt hat. Trotz vielem hin und her mit zig verschiedenen Verstärkern und auch ohne, mit hauseigener Technik und auch mit mitgebrachter Technik, gelang es der Band und den Tontechnikern des Malzhauses nur ansatzweise, die gewaltige Klangkraft der Andreas Ernstberger Band in den Keller zu pressen. Eigentlich Schade, denn so mussten sich sowohl die Musiker im Konzert arg zurückhalten, um für die Örtlichkeit nicht zu laut zu spielen und das Publikum konnte auch nur im Ansatz erahnen, was da auf der Bühne abgeht.
So eine Band gehört in große Hallen oder Open-Air-Bühnen, wo man es richtig krachen lassen kann und wo die älteren gesetzteren Besucher des Malzhauses sich nicht über zu fette Bässe und Schalldruck aufregen müssen.
Doch lassen wir die wenigen negativen Punkte weg, so kann man nur noch voller Begeisterung über wirklich genial gut gespielte Rockmusik schwärmen, neben Stücken von Jimi Hendrix, U2, The Police über Elvis bis hin zu eigenen Stücken wurde hier ein Repertoire zu Gehör gebracht, welches mitreißt. Marcus Ernstberger an E-Guitar und E-Bass, Erik Meier am Schlagzeug, E-Bass und Gesang und Andreas Ernstberger mit Gesang und an E-Bass, E-Guitar und Schlagzeug konnten das Publikum überzeugen. Zu Gast sang die stimmgewaltige Mercedes Paulus einige wirklich geile Stücke u. a. von Elvis und lies das Haus rocken. Ebenso extra aus Köln angereist spielte HP Wassong von der Dave Priest Band gemeinsam feinste Rockmusik, das Publikum konnte nicht an sich halten und tanzte, was das Zeug hielt.
Hier ein Video von einer ganz speziellen Zugabe, Erik Meier (sonst Schlagzeug) und Andreas Ernstberger (sonst Gesang und Bass) haben die Plätze getauscht:
Andreas Ernstberger Band auf YouTube
Einige Fotos vom Event des Jahres:
Rodeln mit Maria’s Schule
Freitag, Januar 15th, 2010Hier einige Schnappschüsse von der Winterwanderung und Rodeln am Birkenhübel mit der 4b der Dittes-Grundschule in Plauen:
Plauen versinkt im Schnee.
Dienstag, Januar 12th, 2010Es ist einfach sagenhaft. Seit langer Zeit mal wieder richtiger Winter. Schnee, soweit das Auge reicht und vor allem auch Temperaturen, dass der Schnee mal liegen bleibt. Die Kinder freut es, endlich rodeln, Schneemänner bauen, Schneeengel machen, Schneeballschlachten, was das Herz begehrt. Da möchte man selber wieder jung sein.
Doch so schön das alles ist, eine gewaltige Ungerechtigkeit gibt es dann doch. Als Grundstückseigner ist man verpflichtet, zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr die Gehwege vom Schnee zu befreien. Es gibt keinerlei Gründe, die einem davon befreien, im schlimmsten Falle muss man für teueres Geld eine Firma damit beauftragen. Gut, in den saueren Apfel beißt man halt.
Eine bodenlose Frechheit hingegen ist, dass weder Stadt noch Landkreis eine ähnliche Räumpflicht für die Straßen hat. Hier gibt es nur die Regelung, dass zwischen 7:00 Uhr und 21:00 Uhr Bundesstraßen und Autobahnen freizuhalten sind. Ich frag mich ernsthaft, wozu man von der Kommune erpresst wird, eine Straßenreinigungsgebühr zwangsweise zu zahlen und außerdem seine Steuern dem Staat in den Rachen wirft, wenn man dann nicht mal in der Lage ist innerhalb von inzwischen vier Tagen die städtischen Straßen halbwegs von Schnee zu befreien. So gut wie alle öffentlichen Parkplätze sind unnutzbar, auf vollkommen normalen Straßen bleibt man schlicht stecken, es ist einfach ein Desaster!
Als Bürger hat man keinerlei Handhabe gegen diese Schlamperei. Ich mache hier keinesfalls denen einen Vorwurf, die hier tagtäglich mit den wenigen Räumfahrzeugen hier die Straßen beräumen, die verdienen unseren Respekt. Nein, ich mach denen Vorwürfe, die dieses Chaos planen und nicht auf die Reihe bekommen, oder aus anderen Städten Hilfe anfordern oder was weiß ich was.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Oberdorfer!
Ich will meine Gebühren erstattet bekommen, denn wenn ich eine Dienstleistung bezahle, erwarte ich auch Gegenleistung!
Ihr Kai Grünler
Bürger, Steuerzahler und Wähler
Weihnachten!
Donnerstag, Dezember 24th, 2009“Endlich” ist wieder ein Jahr rum, die Zeit vergeht wie im Fluge. Die letzten Tage war es kurzzeitig bitterkalt, so dass wir uns schon auf weiße Weihnacht gefreut hatten, nun ja ein bisschen Restschnee liegt ja noch vereinzelt rum. Heute und die nächsten beiden Tage dir typischen Festtagstermine absolvieren, jedem Streit aus dem Wege gehen und hoffen, dass man es schafft nicht zu viel zu essen, um nicht doch noch fetter zu werden.
Geldtechnisch sind wir auch diesen Dezember wieder viel zu schnell am finanziellen Monatsende angelangt, bei fünf Personen aber eine leichte Übung. Da ich Silvester sowieso arbeite, wird der Rest der Familie eher im kleinen bis sehr kleinen Rahmen den Jahreswechsel begehen, Knaller und Raketen haben wir glücklicherweise noch vom letzten Jahr übrig behalten.
Heute gehts dann zur Bescherung zu den Großeltern, die Kinder sind schon mehr als aufgeregt, hoffentlich gibts keine Enttäuschungen, die lieben Kleinen haben ja schon Ihre eigenen Vorstellungen.
Ich werde mich eher meditativ betätigen und meine Gedanken ins Innere Ich lenken, welches derzeit dem von Patrick Star aus Spongebob sehr stark ähnelt.
Frohes Fest allen denen, die hier lesen!
Vielen Dank!
Mittwoch, Dezember 2nd, 2009Vielen Dank an alle, die mir per Telefon, SMS, Email, Twitter, Post und natürlich auch persönlich zum Geburtstag gratuliert haben! Ganz lieb von Euch, dass Ihr an mich gedacht habt! ♥♥♥♥♥
Kinder, Kinder!
Donnerstag, November 12th, 2009Endlich habe ich mich wieder gefangen. Bis vorhin war ich völlig von der Rolle, meine jüngste Tochter wollte sich nur noch mal von uns ins Bett verabschieden und dabei ist Sie unglücklich gestolpert und direkt mit dem Auge an die Tischkante gestoßen. Klar, Kopfwunden bluten immer besonders stark, aber direkt am Auge und Sie hat geschrien wie am Spieß, das war einfach zu viel für mich. Mein kleiner Engel verletzt. Meine Frau hat zum Glück prompt reagiert und die Blutung gestillt, die beiden Geschwister waren ebenso wie ich völlig geschockt.
Da ich nicht mal in der Lage war, in der Situation gerade zu denken, hat meine Frau die Kleine angezogen, Ihre Schwestern haben sich gleich selber angezogen und wollten unbedingt mit zum Notarzt. Also Frau mit Kindern unterwegs zum Krankenhaus zur Rettungsstelle. Ich blieb hier aufgeregt wie ein Flummy, immerhin habe ich es geschafft, die Großeltern zu bitten, meiner Frau bei der Kinderbetreuung im Krankenhaus zur Seite zu stehen, man weiß ja nie, wie lange die Halbgötter in Weiß so brauchen, um tätig zu werden.
Nachdem alles untersucht war und die Wunde versorgt wurde, konnten alle wohlbehalten wieder nach Hause. Meine kleine Maus war wieder fröhlich und wollte ins Bett, als wäre nix gewesen. Ihre Schwestern waren auch müde genug und nun gehen Mama und Papa auch in die Heia, der Schreck ist langsam überwunden.
Bis zum nächsten Mal…
Herbst 1989
Dienstag, Oktober 27th, 2009Zwanzig lange Jahre ist es bereits her. Mehr als die Hälfte meines Lebens. Im Herbst 1989 nahm das Ende der DDR seinen Lauf. Erst die Flüchtlinge über Tschechien und Ungarn, dann immer mehr versteckte Aktivitäten in Kirchengemeinden, unter der Hand und von Mund zu Mund. Irgendwann kursierten die ersten Informationen zum Neuen Forum und erste Flugzettel tauchten auf.
Jeder, der damals konnte und wollte, hat diese Flugblätter vervielfältigt, was gar nicht mal so einfach war. Kopierer (Xerographen und Ormig) waren unter Verschluß und nur für Führungskader ohne weiteres zugänglich, das Kopierpapier wurde abgezählt, die Zählerstände der Kopiergeräte in Bücher eingetragen, in denen auch stand, wer wann was wie oft kopiert hat. Also wurden die Flugblätter teils von Hand mit der Schreibmaschine auf dünnem Papier mit den maximal möglichen Durchschlägen abgetippt, immer und immer wieder, mehrere pro Blatt Papier und dann alles kleingeschnitten.
Das Durchschlagspapier wurde dann verbrannt, je nach Farbband, auch dieses, was aber letztlich egal war, denn die Stasi hatte sowieso von allen Schreibmaschinen Schreibproben. Ich hatte damals das große Privileg, durch unsere Westverwandten bereits einen Commodore plus/4 nebst Nadeldrucker zu besitzen, so konnte ich viel schneller die Flugzettel kopieren. Dies getan und an der Berufsschule und auf Arbeit verteilt, kam irgendwann der 7. Oktober 1989 auf uns zu, als anstatt der großen 40 Jahrfeier der DDR die erste Massendemonstration auf dem Gebiet der DDR in Plauen statt fand, zu der ich selbst nicht anwesend war. Leider! Hatte aber den Grund, weil mein Schwager damals seinen Reservedienst bei der NVA verrichten musste und das große Pech hatte, in Plauen das Kreiswehrersatzamt mit der Waffe zu sichern. Indirekt wurde damals nämlich auch bekannt, dass um Plauen herum unzählige Militäreinheiten, Kampftruppen etc. versammelt wurden, welche die bevorstehenden Unruhen mit Waffengewalt niederschlagen sollten. Jedenfalls haben die Flugblätter Ihre Wirkung erzielt, es waren mehrere Zehntausend Menschen auf der Straße und haben friedlich gegen die Verhältnisse in der DDR demonstriert. Die Staatsmacht zeigte zwar Zähne, ließ Gassen bilden, schaffte Wasserwerfer und Hubschrauber herbei, nahm Verhaftungen vor, jedoch auch Dank Herrn Superintendenten Küttler kam es zu keinem Blutvergießen und diese Demonstration setzte Signale für die restliche DDR, für Potsdam, Berlin, Dresden und auch Leipzig, welche alle Tage später mit Ihren Großdemonstrationen begannen. Wäre es in Plauen anders verlaufen, wäre dort niemand je auf die Straße gegangen.
Es folgten unzählige Demos in der ganzen DDR, Bürgerinitiativen gründeten sich, Rund-Tisch-Gespräche folgten. Plötzlich ging ein Ruck durchs angestaubte System und seitens der Regierung versuchte man sich wohl in Schadensbegrenzung, zumal von den alten Herren wohl keiner mit so einer Situation umzugehen wußte. Dann kam der Tag der Tage, der Anfang vom Ende der DDR.
Am 9. November 1989 hatte ich als Lehrling zum Facharbeiter für Datenverarbeitung im VEB Plauener Spitze in Plauen das Vergnügen, ausnahmsweise eine Spätschicht im Rechenzentrum mitzuarbeiten, was normalerweise nicht möglich gewesen wäre (Jugendschutzgesetze). Ich wollte dies aber auch mal miterleben und mein Ausbilder hatte nix dagegen. Es war schon später Nachmittag, als wir zu unserer Kaffeepause damals im Radio Antenne Bayern hörten und plötzlich unterbrechen die Ihr Programm und bringen den absoluten Hammer, Günter Schabowski hat in einer Pressekonferenz verkündet, dass die Grenze ab sofort für jeden DDR-Bürger geöffnet sein soll. Wir haben uns alle ungläubig angeschaut. Dann kam auf Rias 2 die selbe Nachricht und auf Bayern 3 ebenso. Irgendwer hat dann rumtelefoniert und sich das bestätigen lassen. Die Grenzen waren auf!!! Und ich sitze in der Spätschicht und arbeite.
Ich kenne einige Leute, die umgehend ins Auto gesprungen sind und sofort nach Gefell auf die heutige A9, die damalige Transitautobahn gefahren sind und direkt in den Westen, so auch Kollegen von mir. Einige blieben direkt im Westen, in der Angst, man könnte die Grenzen wieder schließen. Andere kamen wieder und haben jede Menge Sachen mitgebracht, die sie im Westen in Hof usw. geschenkt bekommen hatten. Schokolade, Westzeitungen, Südfrüchte, Joghurt, Kiwi, Limonade und Bier in Dosen, ach was weiß ich nicht alles, was die da mitgebracht haben! Der blanke Wahnsinn!
Wir sind dann am 11.11.1989 das allererste Mal über Schleichwege (eigentlich Kontrollwege der Grenztruppen) über Gutenfürst nach Gefell und dann über die Grenze gelangt, zu dem Zeitpunkt gab es bereits einen Rückstau von Autos von ausreisewilligen DDR-Bürgern bis ganz tief nach Thüringen rein. Da wir aber über die Nebenstrecke kamen und sonst die Wege der Grenzer blockiert hätten, hat man uns reingewunken. So konnten wir relativ schnell nach Bayern durchfahren. Mit einem megamulmigen Gefühl! Was passiert bei der Grenzkontrolle? Kommen wir dann wieder zurück? Was wenn nicht? Einfach schlimme Gedanken.
Im Westen angelangt, waren wir zu allererst in Regnitzlosau und haben dort einen ALDI besucht. Kein Geld in der Tasche, aber einmal zu ALDI. Wahnsinn! Auf dem Parkplatz wurden wir von einer älteren Dame in bestem oberfränkisch angesprochen: “Saits Ihr aus dr Zone? Da, habts ne Mark fürn Wagen.”. Wie? Was? Wofür? Kannten wir ja damals nicht. Einkaufwagen für eine Mark! Superbillig! Aldi eben.
Auf jeden Fall sind wir durch diese neue Erlebniswelt geschlendert und haben die große weite Welt eingeatmet, ein Kontrastprogramm im Gegensatz zum Gestank des Zweitakt-Trabbis!
Später sind wir noch nach Rehau und Hof, wobei Hof da schon einer riesigen Fußgängerzone glich. Es ging irgendwie gar nichts mehr. Tausende Menschen auf den Beinen, dicht gedrängt. Alle am feiern, eine ganz besondere Stimmung lag in der Luft, einfach unbeschreiblich! Und auf nimmer Wiedersehen auf ewig verschwunden. Leider.
In den folgenden Tagen und Wochen gingen wir regelmäßig zur Demonstration und fuhren anschließend nach Oberfranken. Dann gab es Begrüßungsgeld, welches wir in Leupoldsgrün in Empfang nahmen. In der dortigen Kirchgemeinde wurden wir auch sehr nett in Empfang genommen, verpflegt und man hat sich sehr nett unterhalten, was ich wirklich bemerkenswert fand und auch noch finde, da dieses Dorf aufgrund des ansässigen Möbelhauses Oertel extrem stark von DDR-Bürgern frequentiert wurde, was eine echte Belastung für die Anwohner darstellen musste. Respekt und Dank an diese Leute!!!
Irgendwann ging das ganze in Normalität über und nach und nach ging es auf die Einheit Deutschlands zu. Doch darüber zerfließen meine Gedanken, weil das kein so einschneidendes Erlebnis war, wie die eigentliche Zeit des politischen Umbruchs in der ehemaligen DDR.
16 Millionen Zeitzeugen mit 16 Millionen persönlichen Erlebnissen.
Bin ich froh, das alles selbst miterlebt zu haben!
Melkkuh Bürger
Dienstag, Oktober 27th, 2009Wurde doch tatsächlich kürzlich beschlossen, dass die Vogtländer für Kinderkrippen-/-gartenplätze 14% mehr zu zahlen hätten, sprich ca. 21€ pro Kind pro Monat. Was bilden sich die Teilnehmer des Sozialausschusses eigentlich ein? Dass allen Eltern das Geld nur so aus den Taschen quillt?
Kosten Kinder in der heutigen Zeit nicht sowieso schon viel zu viel? Angefangen bei Anziehsachen, die teils teurer sind als für Erwachsene, Kinderschuhe, die soviel kosten wie meine Schuhe für Größe 47, Freizeitangebote, Kindergartengebühren sowieso, Bastelmaterialien, Essensgeld, Trinkgeld, Taschengeld, Ausflüge mit der Kindergruppe, Hier kosten, da kosten und weil es noch nicht reicht, nun noch eine satte Erhöhung um 14%!!!
Natürlich kann man dafür nicht im Gegenzug mehr Leistung erwarten, nein, die Betreuungszeiten bleiben gleich, die Erzieherinnen werden sogar weniger, das Erziehungsprogramm wird vom Freistaat Sachsen immer weiter reduziert, um die freie Entfaltung der lieben Kleinen nicht zu sehr einzuschränken, man zahlt letztlich mehr für weniger. Frechheit!!!
Wo sollen Eltern mit mehreren Kindern spontan die Mehrbeiträge hernehmen? Bei zwei Kindern kommen monatlich 42€ zur Belastung dazu. Soll man zum Arbeitgeber hingehen und um Verständnis bitten? Der warten sicher nur darauf, seine Gewinne an die Arbeitnehmer auszuschütten. Nein, so funktioniert das nicht!
Diese Raffgier der Kommunen und Gemeinden, von Land und Staat muss endlich mal aufhören! Da werden Milliarden Euro in marode Banken und Autofirmen gepumpt und das alles soll der kleine Bürger ausbaden? Nein Danke! Hier müssen die Missmanager in die Pflicht genommen werden! Sofortige Enteignung dieser Leute und auf Hartz IV setzen und vom Vermögenen die Schulden der reingerittenen Unternehmen tilgen. Aber nicht von den Steuerzahlern!
Bin schon gespannt, was unserem Landrat, Stadtrat, Kreisrat und Unrat noch alles für gequirlter Mist einfällt und wie die lieben gewählten Abgeordneten entgegen dem Sinne der Wähler stimmen.
Irre Zeiten heutzutage!!!!!!















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